Ultraschallsimulator soll seltene Fehlbildungen erkennen

8. März 2002, 12:12
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Computer, Dummy und Ultraschallkopf-Attrappe mit 3D-Sensor werden kombiniert

Hannover - Ein neuer Ultraschallsimulator soll Frauenärzten helfen, künftig auch sehr seltene Fehlbildungen bei ungeborenen Kindern zu erkennen. Ähnlich wie Piloten in einem Flugsimulator das Lenken eines Flugzeugs trainierten, könnten sich die Mediziner unter fast realistischen Bedingungen mit dem Anblick seltener Fehlbildungen vertraut machen, sagte Professor Christof Sohn von der Abteilung Geburtshilfe der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), die das Gerät entwickelte.

Frauen ermögliche die Diagnose die Entscheidung, ob sie ein Kind mit Fehlbildung zur Welt bringen wollten oder nicht, betonte der Frauenarzt Alexander Scharf. Der Ultraschallsimulator sei in den USA bereits vorgestellt und von dem dortigen Verband der Frauenärzte befürwortet worden. Das Gerät besteht aus einem Computer, einem Dummy und einer Ultraschallkopf-Attrappe mit einem 3D-Sensor.

Als Grundlage für die Simulation dienten dreidimensionale Datensätze, die in der Frauenklinik der MHH aufgenommen wurden. Sie werden den Angaben zufolge auf den Monitor des Computerbildschirms projiziert, während der Kopf des Ultraschallgerätes auf dem Dummy liegt. (APA/AP)

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