Vegetarier gegen Fleischfresser-Lobby

8. März 2002, 14:30
27 Postings

Das Gesunde siegt - McDonalds zahlt wegen Rinder-Geschmacksstoff in Pommes frites

Chicago - Mit einer Zahlung von 12,4 Millionen Dollar (14,2 Millionen Euro) will die US-Fast-Food-Kette McDonald's einen Rechtsstreit mit Vegetariern um nicht-vegetarische Geschmacksstoffe in ihren Pommes frites beilegen. Wie die Zeitung "Chicago Tribune" am Donnerstag berichtete, will sich McDonald's außerdem entschuldigen und einen Rat einsetzen, der die Imbisskette in Fragen vegetarischer Kost beraten soll.

Mehrere Vegetarier hatten im vergangenen Jahr in verschiedenen US-Staaten Klage gegen das Unternehmen eingereicht, weil es aus Rindern gewonnenes Gewürz eingesetzt hat. Die Kläger wollten ihre Einwendung zur Sammelklage für alle betroffenen Vegetarier machen, die nach 1990 McDonald's-Pommes im Vertrauen darauf verzehrten, diese seien vegetarisch.

Rinderfett

McDonald's hatte 1990 erklärt, beim Frittieren der Kartoffeln werde kein Rinderfett mehr verwendet, stattdessen komme reines Pflanzenöl zum Einsatz. Inzwischen hat das Unternehmen aber bestätigt, dass seinen Pommes in den USA Geschmacksstoffe vom Rind zugesetzt werden. Das Unternehmen hat sich zwar schon entschuldigt, macht aber zugleich geltend, dass es niemals behauptet habe, die Pommes seien vegetarisch.

Wie die "Chicago Tribune" unter Berufung auf vertrauliche Dokumente berichtete, stimmt McDonald's nun doch einer Strafzahlung zu. Die Einigung stehe kurz bevor. Demnach werde das Unternehmen zehn Millionen Dollar an gemeinnützige Organisationen zahlen, die eine vegetarische Lebensweise unterstützen. Weitere 2,4 Millionen Dollar gehen an die Anwälte der Kläger. (APA/AP)

Share if you care.