Duhalde erwartet Ende der argentinischen Rezession

8. März 2002, 09:57
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Analysten sehen Situation weniger optimistisch

Buenos Aires - Die seit mehr als vier Jahren dauernde Rezession in Argentinien wird nach Worten des Präsidenten des hochverschuldeten Landes, Eduardo Duhalde, im Mai oder Juni dieses Jahres beendet sein. In einer vom Rundfunk übertragenen Ansprache sagte Duhalde am Donnerstag: "Im Mai oder Juni werden wir das Ende dieses Prozesses der Rezession, der längsten in der Geschichte des Landes, erleben". Eine Begründung für seine Erwartung nannte er nicht.

Analysten halten die Regierungsprognose eines Rückgangs der argentinischen Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr von 4,9 Prozent und einer Inflationsrate von 15 Prozent allerdings für viel zu optimistisch.

Befürchtungen, die argentinische Notenbank würde nicht zur Stützung der Landeswährung in den Devisenhandel eingreifen, veranlassten nach Angaben von Händlern am Donnerstag sowohl private Investoren als auch Importeure erneut zu Dollar-Käufen. Der Kurs des seit einigen Wochen völlig frei gehandelten Peso sackte daraufhin um weitere 4,5 Prozent auf 2,22/24 Peso je Dollar ab. Bis Ende vergangenen Jahres war die Währung im Verhältnis eins zu eins an den Dollar gebunden. (APA/Reuters)

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