Schilfbrand bei Mörbisch: Seepension abgebrannt

8. März 2002, 13:17
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Erschwerte Löscharbeiten durch heftigen Wind - Feuer zerstörte auch einige Seehütten

Eisenstadt - Der Freitag früh bei Mörbisch aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochene Schilfbrand entwickelte sich dramatisch, wie Bürgermeister Martin Sommer (S) in einem Telefonat mit der APA bestätigte.

Die Seepension "Stefanie", die viele Jahre auch von Künstlern der Seefestspiele Mörbisch als idyllisches Sommerquartier genützt wurde, ist abgebrannt. Auch einige Seehütten wurden ein Raub der Flammen. Sommer schätzte den Sachschaden zunächst auf bis 1.000.000 Euro.

Heftige Winde erschweren Löscharbeiten

Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen des heftigen Windes schwierig. Dazu kommt, dass es im Schilfgürtel wegen mangelnder Winterfeuchtigkeit relativ trocken ist und daher noch leichter brennt als sonst. "Der Schilfgürtel kann praktisch betreten werden", berichtete Bürgermeister Sommer.

Gasflaschen in den Hütten explodierten

Verschärft wurde der Löscheinsatz der Feuerwehren durch Gasflaschen in den Seehütten; einige explodierten.

Seepension war nur durch Steg zu erreichen

Bei der Seepension "Stefanie" handelte es sich um ein Gästehaus mit Zimmern und einer großen Besucherterrasse. Zu erreichen war die Herberge entweder über einen langen Holzsteg, der von der Seezufahrtstrasse zu dem Holzbau führte, oder per Boot.

Anlagen der Seefestspiele Mörbisch nicht bedroht

Die Anlagen der Seefestspiele Mörbisch sind von dem Schilfbrand nicht bedroht, wie Bürgermeister Sommer versicherte. Der Brandort liegt in entgegengesetzter Richtung. Noch immer sind mehrere Feuerwehren im Einsatz. Ein starker Wind erschwerte die Brandbekämpfung und fachte auch kleinste Glutnester wieder an. (APA)

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