Robert Menasse erhält Hölderlin-Preis

7. März 2002, 21:52
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Untrügliches Gespür für Befindlichkeit unserer Zeit

Bad Homburg - Der mit 12.500 Euro dotierte Friedrich-Hölderlin-Literaturpreis der Stadt Bad Homburg geht in diesem Jahr an den Wiener Schriftsteller Robert Menasse. Der 48 Jahre alte Autor erhält die Auszeichnung für seine Romane und Essays.

In der Begründung der Jury heißt es, Menasse habe ein untrügliches Gespür für die geistige und seelische Befindlichkeit unserer Zeit. Er beschwöre das Vergangene, um die Gegenwart zu erhellen und sei damit auf dem Weg zu literarischer Repräsentanz. Der 1954 in Wien geborene Menasse veröffentlichte bislang vier Romane, zuletzt im Jahre 2001 "Die Vertreibung aus der Hölle".

Der mit 5.000 Euro ausgestattete Förderpreis zum Hölderlin-Preis wird an die 28 Jahre alte Autorin Julia Schoch aus Potsdam für ihr Romandebüt "Der Kopf des Salamanders" vergeben.

Der Hölderlin-Preis erinnert an zwei Aufenthalte des Dichters in Bad Homburg und wird alljährlich am Todestag Hölderlins, dem 7. Juni, überreicht. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Peter Härtling und Martin Walser. (APA/dpa)

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