Hohe Verkehrslärmbelastungen in Innsbruck

8. März 2002, 20:32
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SchülerInnen erstellten Lärmkataster

Innsbruck - Der eben fertig gestellte Lärmkataster für Innsbruck ist im Wesentlichen eine Arbeit von SchülerInnen der HTL für Bautechnik. Gemeinsam mit ihrem Lehrer, dem Ziviltechniker Martin Sölder und Albert Rinner von der Landesbaudirektion waren insgesamt 14 SchülerInnen der Maturajahrgänge 1999 und 2001 während zweieinhalb Jahren an dem Projekt beteiligt.

500 bis 600 unentgeltliche Arbeitsstunden investierte jede/r SchülerIn in das Projekt, so Sölder. Umweltstadtrat Eugen Sprenger (VP) schätzt, dass die Stadt gegenüber einer normalen Auftragsvergabe ca. 150.000 Euro eingespart habe.

Erfasst wurde der gesamte Verkehrslärm

Gemessen wurde an 115 Punkten. Erfasst wurde der gesamte Verkehrslärm (Autobahn, sämtliche Straßen und die Eisenbahn). Anhand genormter Rechenmodelle liegen nun die durchschnittlichen Belastungen für jeden Punkt in der Stadt tagsüber und nachts, eineinhalb beziehungsweise fünf Meter über dem Boden vor.

Der Lärmkataster ist für Sprenger eine wesentliche Grundlage für künftige Verkehrsplanungen sowie für die Genehmigung von Betriebsansiedlungen und Wohnbauten. Die Grenzwerte (60 Dezibel tagsüber, 50 Dezibel nachts) werden vielfach überschritten. Spitzenreiter ist der parallel zur Autobahn verlaufende Bichlweg, dessen Anrainer nachts 65 Dezibel Dauerschallpegel zu ertragen haben. (hs, DER STANDARD Print-Ausgabe 8.März 2002)

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