Todesurteil "krasser Verstoß" gegen die Menschenrechte

7. März 2002, 20:36
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Weltweite Diskriminierung sei an der Tagesordung - Europarat schaltet sich nun in Fall um zum Tode verurteilte Safiya Husaini ein

Straßburg - Der Europarat hat seine Forderung nach einer Begnadigung der wegen Ehebruchs zum Tode verurteilten Nigerianerin Safiya Husaini bekräftigt. Der Fall der 35-Jährigen sei ein "krasser Verstoß" gegen die Menschenrechte, betonte der Generalsekretär des Staatenbundes, Walter Schwimmer, am Donnerstag in einer Mitteilung an die Presse. Husainis Schicksal sei jedoch kein Einzelfall, denn täglich würden Frauen weltweit wegen ihres Geschlechts misshandelt und diskriminiert.

Internationale Solidarität gefordert

Anlässlich des internationalen Frauentags rief der österreichische Christdemokrat die internationale Gemeinschaft auf, energisch für die Rechte der Frauen einzutreten. Der außenpolitische EU-Beauftragte Javier Solana, EU-Außenkommissar Chris Patten, die UNO-Menschrechtsbeauftragte Mary Robinson und Commonwealth-Generalsekretär Donald McKinnon sollten sich gegenüber der nigerianischen Regierung für Safiya Husaini einsetzen, forderte Schwimmer.

(APA/AFP)

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