"Krankgeredet"

7. März 2002, 19:28
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Analyse sieht Werbung in Not

Um die Rentabilität der österreichischen Werbewirtschaft ist es schlecht bestellt, so das Ergebnis einer Untersuchung für den Fachverband für Werbung und Marktkommunikation. Fazit dieser Analyse der Originalbilanzen von 391 Werbebetrieben für die - noch mit guter Konjunktur gesegneten - Jahre 1999/2000: Zumindest das untere Umsatzviertel der hier rund 13.500 Gewerbeberechtigten sei nicht lebensfähig.

"Der Kostendruck ist insgesamt gestiegen", meint dazu Publicis-Chef Walter Zinggl. Seine Erklärung: "Weniger Kunden, mehr Mitstreiter am Markt." Allerdings fürchtet der Vorstand der Wiener Fachgruppe eher um mittelgroße Agenturen - denn die müssten in größeren Auftragsvolumen denken als "Einzelkämpfer", um rentabel zu sein.

Gerade für kleine Agenturen und deren "Möglichkeit, in Nischen aufzutreten" sieht Lowe-GGK-Geschäftsführer Gerhard Riedler indes "große Zukunftschancen". Und: "Das ständige Krankreden der Branche ist ohnehin überzogen", prognostiziert er einen "baldigen Aufschwung". (jed/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.3.2002)

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