Vorlesung zu "Raum und Identität"

7. März 2002, 18:58
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Gender wird als zentrale Kategorie nicht nur in Geistes- und Kulturwissenschaften immer wichtiger, auch in den Naturwissenschaften bieten sich vielfältige Möglichkeiten eine Geschlechterperspektive einzuführen. Nachdem knapp 200 Schülerinnen bei dem erstmals in Salzburg durchgeführten Projekt „FIT Frauen in die Technik“ ein unerwartet hohes Interesse für naturwissenschaftliche Fächer zeigten, wird nun auch im aktuellen Lehrangebot ein geschlechterspezifischer Schwerpunkt an der Naturwissenschaftlichen Fakultät gesetzt: Am 8. März beginnen zwei Lehrveranstaltungen von Univ. Doz. Dagmar Reichert aus Zürich, die als Gastprofessorin für den Bereich „Frauen- und Geschlechterforschung/Gender Studies“ im Sommersemester am Institut für Geographie lehren wird.

In einer Vorlesung zu „Raum und Identität“ wird anhand von verschiedenen Raumkonzepten aus der griechischen Tradition bis zur modernen Physik gezeigt, in welcher Weise diese jeweils mit spezifischen Körper- und Gegenstandskonzeptionen zusammenhängen. Fragen der Ordnung und Orientierung sowohl in der physischen wie der sozialen Welt werden daraus abgeleitet und verschiedene Praktiken von Grenzziehung in materiellen und begrifflichen Bereichen untersucht.

In einem Seminar mit dem Titel „Macht Gewalt, Verantwortung“ werden verschiedene Konzepte von Macht und Gewalt (H. Arendt, M. Foucault, M. Weber, E. Jelinek...) in vergleichender Weise erarbeitet und Formen von Solidarität und Widerstand zugeordnet.

Die Vorlesung beginnt am 8. März 9-13 Uhr (Hörsaal 414), das Seminar ebenfalls am 8. März, 15-19 Uhr (Hörsaal 422) jeweils am Institut für Geographie.
(red)

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