Jüdischer Friedhof in Rostock geschändet

7. März 2002, 18:57
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Suche nach Tätern vorerst ergebnislos

Rostock - Der Jüdische Friedhof in der ostdeutschen Stadt Rostock ist von Unbekannten geschändet worden. Es seien Grabsteine umgestoßen und Bepflanzungen herausgerissen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zudem hätten die offenbar rechtsextreme Täter "Jude verreck" auf die innere Friedhofsmauer gesprüht. Die Ermittlungen wegen Volksverhetzung, Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung verliefen zunächst erfolglos.

Erst vor wenigen Tagen war ein Relief des Künstlers Jo Jastram in der Mahn- und Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Außenlagers Wöbbelin bei Schwerin von Rechtsextremisten beschädigt worden. Schwerins Bauminister Helmut Holter beriet am Donnerstag mit dem Künstler und der Leiterin der Gedenkstätte, Edeltraud Schure, über Neuanfertigung oder Ersatz des geschändeten Kunstwerks. Kommende Woche will er dazu einen Vorschlag in den Schweriner Landtag einbringen. (APA/AP)

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