Regierung will "alles" für mehr Geburten tun

7. März 2002, 16:50
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Rauch-Kallat: Erste Maßnahme sei das Kindergeld - KEINE Maßnahme die Erhöhung der Quote für AusländerInnen

Wien - Angesprochen auf eine angebliche frühere Äußerung von Haupt, wonach - sinngemäß - vielen Frauen die Selbstverwirklichung wichtiger sei als das Kinderkriegen, meinte ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat am Donnerstag, dass der Geburtenrückgang eine "absolut bedenkliche Entwicklung" sei. Das hätte langfristig die Auswirkung, dass es beispielsweise zu viele LehrerInnen und zu wenige Lehrlinge gebe oder auch negative Effekte für die Wirtschaft. Wenn sich dieser Trend fortsetze, sei letztlich die Pensionssicherung gefährdet.

Die Regierung hätte sich deshalb vorgenommen, alles zu tun, um die Geburtenzahl wieder zu erhöhen. Das gehe aber nur mit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine erste Maßnahme in diese Richtung sei das Kindergeld, das seit 1. Jänner 2002 in Anspruch genommen werden kann.

Die Erhöhung der Quote für AusländerInnen als Gegenmaßnahme zu den sinkenden Geburtenzahlen scheint für Rauch-Kallat aber nicht in Frage zu kommen. Der Regierung sei eine kontrollierte Zuwanderung wichtiger als eine "wilde Integration", wie sie unter früheren Regierungen betrieben worden sei. Der vorgelegte Entwurf für das Integrationspaket stelle diesen Grundgedanken sicher, meinte Rauch-Kallat. (APA)

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