Österreichs Kindergeld nicht nachahmenswert

8. März 2002, 12:54
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Staatssekretärin Rossmann warb in Brüssel bei der EU-Kommission - vergeblich

Brüssel - Österreich hat sich bei einem Treffen der Arbeits- und SozialministerInnen der Fünfzehn am Donnerstag "vehement" für eine verstärkte Unternehmensförderung eingesetzt. Damit könnten mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, sagte Staatssekretärin Mares Rossmann vor JournalistInnen. Die Beratungen dienten der Vorbereitung des EU-Gipfels am 15. und 16. März in Barcelona, bei dem die Mitgliedstaaten eine Bestandsaufnahme ihrer Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen sowie ihrer Umweltpolitik vornehmen wollen.

Rossmann warb auch für das seit 1. Jänner in Österreich in Kraft gesetzte Kinderbetreuungsgeld als nachahmenswertes Beispiel auf EU-Ebene. Die EU-Kommission hatte sich allerdings in ihren Empfehlungen zu den wirtschaftspolitischen Leitlinien der Mitgliedstaaten skeptisch dazu geäußert. Frauen würden damit verstärkt vom Arbeitsmarkt ferngehalten, während sich die EU-Staaten mit Blick auf die Sicherung der Altersversorgung grundsätzlich zum Ziel gesetzt haben, die Erwerbsbeteiligung der Frauen zu steigern. Dazu sollen mehr Kinderbetreuungsplätze eingerichtet werden.

In einer öffentlichen Debatte wollten sich die SozialministerInnen überdies mit dem Problem der Gewalt gegen Frauen auseinandersetzen. (APA)

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