Graz: Gasaustritt und Fliegerbomben-Fund

7. März 2002, 16:41
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Zwei große Sicherungseinsatze für Einsatzkräfte - Straßensperren und Evakuierungsmaßnahmen

Graz - Gleich zwei Mal gab es am Donnerstag in der Grazer Innenstadt Alarm für die Einsatzkräfte, weil eine Explosionsgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte: Zunächst war am Vormittag im Zuge von Bauarbeiten eine Gasleitung beschädigt worden, was zu umfangreichen Absicherungsmaßnahmen und der Evakuierung von zwei Häusern führte. Am Nachmittag wurde schließlich nördlich der Hauptbrücke in der Mur eine Fliegerbombe gefunden, die zur Entschärfung abtransportiert werden musste. Es kam zu umfangreichen Verkehrsbehinderungen.

Sanierungsarbeiten von Leitungen

Das Gebrechen in war bei der Sanierung von Hauszuleitungen in der Jakoministraße aufgetreten. Eine Hauptgasleitung von einer so genannten Bodendurchschlagsrakete - ein unterirdisches Vortriebssystem, das ohne Aufgrabungen auskommt - getroffen und durchschlagen worden. Weil Gas in Richtung Keller des Wohnhauses ausströmte, wurde das Haus Jakoministraße 17 und später auch das Nachbarhaus evakuiert. Um eine gefährliche Funkenbildung zu vermeiden, wurde der Strom in den Häusern abgeschaltet und auch die Oberleitungen der vorbeiführenden Straßenbahn stillgelegt.

Wie der Leiter des Stadtwerke-Geschäftsbereiches Erdgas, Erich Slivniker, versicherte, wird der Austausch des defekten Gasrohres um 17.00 Uhr abgeschlossen sein. Nach wiederholter Kontrollmessung in den Gebäuden werden dann die Absperrungen aufgehoben und der Verkehr der Straßenbahnlinien 4 und 5 wieder aufgenommen.

Fliegerbombe

Am Nachmittag gegen 14.30 Uhr gab es den zweiten Alarm: In der Mur nahe der Hauptbrücke beim so genannten Edegger-Steg war man bei Baggerarbeiten für die Acconci-Insel auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Das Relikt, laut Polizei mit 300 bis 500 Kilogramm schwer, etwa einen Meter lang und 40 Zentimeter im Durchmesser, wurde vom Entminungsdienst geborgen und zur Entschärfung abtransportiert. Von der Polizei wurde im Zuge der Bergung die Absperrung der umliegenden Straßenzüge veranlasst. Für etwa eine Stunde waren wesentliche Verkehrsverbindungen in der Innenstadt unterbrochen, was zu erheblichen Staus führte. (APA)

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