Columbia-Mission: Der letzte Spaziergang im Weltraum

8. März 2002, 13:21
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... bei Gelingen haben sie "die allerbeste Note für die Mission verdient"

Washington - Zwei Astronauten der US-Raumfähre Columbia haben am Freitag mit der Reparatur einer defekten Infrarotkamera am Weltraumteleskop Hubble begonnen. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA verließen die Astronauten John Grunsfeld und Rick Linnehan um 9.56 Uhr (MEZ) die Raumfähre zu ihrem letzten Weltraumspaziergang.

Der Arbeitseinsatz an dem Teleskop sollte etwa sechs Stunden dauern. Die Energieversorgung des Kühlsystems der Kamera war seit 1999 defekt. Seitdem übermittelte sie keine Bilder mehr. Wenn es den Astronauten gelänge, das Gerät wieder in Stand zu setzen, hätten sie sich "die allerbeste Note für die Mission verdient", sagte NASA-Sprecherin Anne Kinney.

Mehr ein Experiment als eine Reparatur

Die NASA bezeichnete diese Außenarbeiten der Columbia-Besatzung allerdings "mehr als ein Experiment denn eine Reparatur". Das Kühlsystem wurde bei einem früheren Shuttle-Flug erfolgreich getestet, kam jedoch noch nie bei einem Satelliten direkt zum Einsatz.

Die Astronauten hatten in den vergangenen Tagen bereits vier erfolgreiche Reparaturen an Hubble vorgenommen. Die NASA bezeichnete die insgesamt fünfte Mission zur Wartung des Teleskops als die bisher schwierigste seit der Inbetriebnahme von Hubble im Jahr 1990.

Die Raumfähre Columbia war vergangenen Freitag von Cape Canaveral aus mit sieben Astronauten an Bord gestartet. Am kommenden Dienstag sollen die Raumfahrer zur Erde zurückkehren. (APA/Reuters)

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