Sal. Oppenheim rät zu indexnahen Fonds

7. März 2002, 14:42
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Outperformance mit gemanagten Fonds am schwersten

Wien - Die Anlageexperten des Bankhaus Sal. Oppenheim sehen in indexnahen Produkten mehr als eine defensive Variante des aktiv verwalteten Aktienfonds. Manager indexnaher Produkte bilden kostengünstig den zu Grunde liegenden Index nach und versuchen über nahezu risikolose Arbitrage- oder möglichst risikoarme Prognosestrategien eine Outperformance zu erwirtschaften. "Indexnahe Fonds stellen eine Mischform zwischen aktiv und passiv gemanagten Fonds dar, die Elemente von beiden kombinieren", erklärte Thomas Ebertz von Sal. Oppenheim am Donnerstag.

Denn den wenigsten aktiv gemanagten Fonds gelingt es laut Ebertz die Benchmark zu schlagen. Zur Begründung verwies der Experte auf die Markt-Arithmetik des Nobelpreisträger William Sharpe, wonach überdurchschnittliche Renditen nur auf Kosten anderer aktiver Anleger erzielt werden könne. Zusammen erzielten alle Anleger eine durchschnittliche Rendite, die Marktrendite. Nach Abzug der Kosten liege der Durchschnitt jedoch immer unter der Marktrendite, so Ebertz.

Nischenmärkte

Besonders auf entwickelten Aktienmärkten mit hoher Effizienz sei es am Schwersten, mit aktiv gemanagten Fonds eine Outperformance zu erzielen. Anders auf wenig entwickelten Nischenmärkten, wo Ebertz aktiv gemanagten Produkten den Vorzug gibt.

Indexnahe Fonds bieten dem Anleger laut Ebertz die Möglichkeit, der Marktperformance bei minimalem Risiko mittels Arbitragemöglichkeiten zumeist eine Nasenlänge voraus zu sein. Chancen dazu böten dem Fondsmanager die Wertpapierleihe oder Arbitragegeschäfte bei Veränderungen der Indexzusammensetzung. Zudem sieht Ebertz Einsparungen bei den Transaktionskosten bei breiten Indizes gegenüber passiver Indexfonds, da mit rund der Hälfte der Indexkomponenten bereits eine nahezu vollständige Korrelation zum Index erreicht werden könne.

Das Bankhaus Sal. Oppenheim führt zur Zeit indexnahe Fonds für die wichtigsten Aktienmärkte im Köcher. Für Privatanleger sind Produkte für den DAX 30, den Euro Stoxx 50, den Standard & Poors 500 und den Nikkei 225 erhältlich. (APA)

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