max.mobil- Mutter T-Mobile stolz auf "Quantensprung" beim Ergebnis

7. März 2002, 14:40
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Börsengang hängt von Verfassung des Marktes ab

Die zum Gang an die Börse vorgesehene Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile International (100-Prozent-Eigner von T-Mobile Austria, bisher max.mobil) ist mit dem Geschäftsjahr 2001 rundum zufrieden und hat nach Aussagen ihres Chefs Kai-Uwe Ricke auch einen guten Start in das neue Jahr hingelegt. Ricke und Finanzvorstand Thomas Winkler betonten am Donnerstag in Bonn, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als Kenngröße für die operative Profitabilität sei 2001 auf 3,1 Mrd. Euro mehr als verdoppelt worden.

Zahlen erst im April

Zahlen über den Gewinn nach Steuern sollen erst bei der Telekom-Bilanzpressekonferenz am 23. April vorgelegt werden. Die positive EBITDA-Entwicklung, allein eine Milliarde Euro im letzten Quartal 2001, stelle aber gegenüber 1998 und 1999 einen Quantensprung dar, sagte Ricke. "Da sind wir stolz drauf."

Gute Geschäfte auch in den USA

Erhebliche Kostensenkungen, unter anderem durch Verminderung der Subventionen für die Handys von Neukunden, sind nach Darstellung der T-Mobile-Manager wesentlicher Grund für die Verbesserung der Profitabilität. Das Geschäft läuft nach Angaben Rickes nicht nur bei den europäischen Unternehmen in Deutschland, Österreich, Großbritannien und Tschechien gut, sondern auch bei der US-Tochter VoiceStream. Dort sei das EBITDA zwar noch negativ. Man glaube aber, im ersten oder zweiten Quartal 2002 ein positives Ergebnis erreichen zu können.

Strategie geht auf

Die Strategie, in den USA mit maßgeschneiderten Tarifen und der digitalen GSM-Technik den noch mit Analognetzen arbeitenden Konkurrenten Kunden abzugraben, gehe auf. Während sich die Zuwächse in Europa bei einer hohen Sättigungsrate abschwächten, stünden die USA an der Schwelle zu einem Mobilfunkboom, meinte Ricke. 150 Mill. US-Bürger dürften nach Expertenschätzung in den nächsten Jahren ein Mobiltelefon neu anschaffen oder den Anbieter wechseln.

Börsengang hängt von Verfassung des Marktes ab

T-Mobile bereitet sich nach den Worten Rickes weiter auf einen Börsengang noch in diesem Jahr vor. Mögliche Zeitfenster seien Juni oder November. Im Unternehmen stünden alle Ampeln auf grün, sagte Ricke. Das Weitere hänge vom Marktumfeld ab, das er nicht kommentieren wolle. Spätestens im April müsse die Entscheidung fallen, falls der Termin im Juni genutzt werden solle. (APA/AP)

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