Anrüchiger Fund im Bregenzerwald

7. März 2002, 18:53
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Eine Tonne vergammelter Käselaibe lässt Gendarmerie Anzeige gegen Unbekannte erstatten

Bregenz - In Egg im Bregenzerwald (Bezirk Bregenz) gibt es seit Mittwoch eine im wahren Sinn anrüchige Causa. Nach einem anonymen Hinweis wurden in einer Schlucht unterhalb der Bundesstraße B 200 zahlreiche bereits vergammelte Käselaibe im Gesamtgewicht von rund einer Tonne entdeckt und von Gemeindearbeitern abtransportiert. Die Ermittlungen der Gendarmerie nach der Herkunft der mysteriösen Bergkäse-Deponie waren am Donnerstag noch im Gang. Die Gemeinde hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

In der Schweiz wurde eine Tonne Käse gestohlen

Nach dem ersten Augenschein lagen die Käselaibe schon längere Zeit, mindestens seit Herbst 2001 unter der Brücke. Bis jetzt war allerdings im Bregenzerwald, der für würzigen Bergkäse bekannt ist, nicht bekannt, dass eine solche Menge gestohlen wurde. Die Gendarmerie ging auch einem Hinweis nach, wonach vor längerer Zeit in der benachbarten Schweiz eine Tonne Käse gestohlen worden sein soll, und prüfte, ob ein Zusammenhang mit dem Fund in Egg bestehen könnte.

Gründe für illegale Entsorgung

Proben aus dem Käsefund wurden über Auftrag der Bezirkshauptmannschaft in die Lebensmitteluntersuchungsanstalt Bregenz gebracht und auf mögliche Schadstoffe oder Chemiezusätze getestet. Eine mögliche Erklärung für die illegale Entsorgung könnte sein, dass der Käse ungenießbar oder für den Verkauf zu minderwertig war, wird in Egg vermutet. (APA)

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