Börse Frankfurt im Eröffnungshandel wegen Greenspan-Rede schwächer

21. April 2004, 14:39
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Verluste an der Wall Street werden nachvollzogen

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist nach den Kursverlusten an den US-Börsen wegen zunehmender Befürchtungen über eine baldige Leitzinsanhebung in den USA mit Verlusten in den Handel gestartet. Der DAX verlor bis 9:20 Uhr MESZ 27,28 Einheiten oder 0,67 Prozent auf 4.033,85 Zähler.

"Nach der Greenspan-Rede sind die US-Börsen deutlich ins Minus gerutscht. Diese Bewegung vollziehen wir heute morgen nach", sagte ein Frankfurter Händler. Vor allem die Aussage von Greenspan, Deflation sei keine Gefahr mehr, sei als Indiz für eine Zinserhöhung in den USA gedeutet worden, sagte ein zweiter Händler. Auch deshalb dürfte die heutige Rede des US-Notenbank-Chefs vor dem US-Kongress mit Spannung erwartet werden.

Siemens mit Minus

Die Siemens-Aktie hat sich im frühen Handel nach positiven Motorola-Zahlen mit minus 0,32 Prozent auf 62,90 Euro besser als der DAX entwickelt. Der US-Handyhersteller und Telekomausrüster hatte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 25 Cent je Aktie (EPS) verdient und die Erwartungen des Finanzmarktes damit überraschend klar übertroffen.

Vor der Präsentation von Halbjahreszahlen am Mittag verloren Infineon-Aktien 0,67 Prozent auf 11,94 Euro. Der deutsche Halbleiterhersteller wird im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 nach Prognosen von Analysten zum vierten Mal in Folge einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielen. Im Vergleich zum saisonal stärkeren Abschnitt Oktober bis Dezember werde der EBIT-Gewinn aber deutlich zurückgehen, hieß es ausblickend.

SAP-Aktien schlugen sich mit einem Abschlag von 0,71 Prozent auf 132,90 Euro besser als der Marktdurchschnitt. JP Morgan hatte die Beobachtung des Software-Titels nach dem Wechsel der Branchenanalysten als "Overweight" aufgenommen bei einem fairen Wert von 150 Euro. (APA/dpa)

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