Untersuchungsbericht praktisch fertig

7. März 2002, 12:28
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Kein technischer Defekt eruierbar - Keine Erklärung, warum Pflegerin Gehege trotz offenem Schuber betrat

Wien - "Wir sind praktisch fertig und haben nur noch Direktor Helmut Pechlaner zu befragen, obwohl dieser nichts Entscheidendes mehr dazu beitragen kann", kommentierte der Hietzinger Stadthauptmann Hofrat Mag. Günter Bruckner den aktuellen Stand des Untersuchungsberichts zur Tragödie im Tiergarten Schönbrunn. Dieser soll in Kürze der Staatsanwaltschaft zur Bewertung übergeben werden.

Kein technischer Schuber-Defekt

Es sei an dem Schuber kein technischer Defekt eruierbar gewesen, stellte der Beamte fest. Ebenso sei nicht nachzuvollziehen, warum die Schiebetüre offen stand, die 21-Jährige dennoch ins Gehege ging und am Dienstag von den Jaguaren getötet wurde. Der Schuber sei nach dem Unglück betätigt worden, um die Leiche bergen zu können und habe dabei klaglos funktioniert.

Pechlaner noch nicht befragt

Noch nicht einvernommen wurde Tiergartendirektor Pechlaner, was aber laut Bruckner nicht weiter ins Gewicht fällt, da man ja mit dessen Assistenten Peter Linhart gesprochen hat, der gemeinsam mit seinem Chef die Anlage betreten hatte. "Ich glaube nicht, dass er Entscheidendes beitragen kann."

Entweder kann mit Pechlaner im Spital ein Termin vereinbart werden, es bestünde aber auch die Möglichkeit, dessen Aussage "nachzureichen". Ansonsten geht die Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft, die bereits die Leiche der Verunfallten frei gegeben hat. Dort ist man formal zuständig und wird entscheiden, ob Nachforschungsaufträge erteilt werden oder kein strafbarer Tatbestand vorliegt. (APA)

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