RCB erhöht Gewinnschätzungen für Jenbacher

7. März 2002, 12:16
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Aktien weiterhin zum "spekulativen Kauf" empfohlen

Wien - Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB), der Wertpapiertochter der Raiffeisen Zentralbank (RZB), haben die Gewinnschätzungen für den Tiroler Maschinenbauer Jenbacher nach oben revidiert und die Aktie erneut zum "spekulativen Kauf" empfohlen. Die RCB sieht nun für das laufende Geschäftsjahr 2002 einen Gewinn je Aktie von 1,93 Euro. Zuvor waren die Analysten von 1,78 Euro ausgegangen. Auch für das Folgejahr 2003 wurde die Gewinnprognose von 2,34 auf 2,40 Euro je Aktie nach oben korrigiert.

Das Kursziel für die Jenbacher-Aktie wird um 15 Prozent auf 23 Euro angehoben. Das entspricht gegenüber dem aktuellen Kurs von knapp 15 Euro einem Potenzial von knapp 27 Prozent

"Unerwartet hohe Zuwächse"

Begründet haben die RCB-Experten ihren Schritt mit den bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen 2001 bekannt gegebenen "unerwartet hohen Zuwächsen" beim Auftragsstand. Dieser stelle eine "ausgezeichnete Basis für eine weitere Beschleunigung des Wachstumskurses dar", meint RCB-Analyst Reinhard Ebenauer. Zusätzliche Impulse sollten die Fördermaßnahmen für KWK-Anlagen in Frankreich und Deutschland bringen, die im laufenden Jahr wirksam werden.

Auch die geplante Verbesserung der Finanzierungsstruktur zeige erste Teilerfolge. So seinen die Kundenforderungen von rund 105 Mill. Euro im Jahr 2000 auf rund 75 Mill. Euro gedrückt und die Eigenkapitalquote von 17 auf 20 Prozent erhöht worden.

Die RCB-Aktienexperten ziehen eine Überprüfung des spekulativen Charakters der Kaufempfehlung nach der Analyse des Jahresabschlusses 2001 in Erwägung. Die Jenbacher-Aktie notierte an der Wiener Börse am Donnerstag Mittag mit einem Plus von 0,27 Prozent bei 14,99 Euro. (APA)

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