Das Sonnblick-Observatorium ist gerettet

7. März 2002, 12:16
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Seit 1886 werden dort meteorologische Daten gesammelt - Probleme bei der Sanierung macht der Berg selbst

Salzburg - Der Fortbestand des Observatoriums auf dem Sonnblick im Bundesland Salzburg, wo seit 1886 meteorologische Daten erhoben werden, ist gesichert. Bei der Landeshauptleute-Konferenz am Mittwoch in Linz wurde beschlossen, dass die Länder insgesamt 145.000 Euro - aufgeteilt nach dem Bevölkerungsschlüssel - für die Sanierung aufbringen werden, wie die Salzburger Landeskorrespondenz mitteilte.

Das weit über die Grenzen Salzburgs hinaus für Österreich und die internationale Forschungslandschaft bedeutungsvolle Sonnblick-Observatorium hat vor allem auf Grund der erforderlichen Sanierungen mit Finanzproblemen zu kämpfen. Es muss die inzwischen mehr als 30 Jahre alte Seilbahnlage renoviert werden, wobei vor allem die Steuerung und der Antrieb auszutauschen sind.

Der Gipfel

Aber vor allem der Gipfel des Berges selbst bedarf der Sanierung. Der Grund sind die im Hochgebirge steigenden Temperaturen, wodurch immer häufiger und länger Wasser in zuvor gefrorene oder trockene Felsspalten eindringt. Dadurch sind Teile des Gipfels und damit auch des Observatoriums selber gefährdet. Nur durch eine rechtzeitige Sanierung der geologischen Problemzonen können größere Schäden vermieden werden. Für die notwendigen Arbeiten sind in den kommenden Jahren rund 450.000 Euro erforderlich.

Mit den von Bundesministerin Elisabeth Gehrer bereits zugesagten 145.000 Euro, den 110.000 Euro der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, den Sachleistungen von Siemens in der Höhe von 73.000 Euro und den gestern beschlossenen 145.000 Euro der Bundesländer sei die Sanierung nun endlich sichergestellt, betonte Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger, der das Thema bei der Konferenz zur Sprache gebracht hatte. Die Ergebnisse der Untersuchungen und die auf dem Sonnblick gewonnenen Daten dienen der Interpretation von Klimamodellen, die für ganz Österreich von außerordentlicher Bedeutung seien, weshalb die Aufgaben des Sonnblick-Observatoriums auch als Anliegen aller Österreicher zu verstehen seien, so Schausberger. (APA)

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