Neuer WTO-Chef drängt auf Verhandlungen

7. März 2002, 12:09
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Supachai: Verfahren in Genf dauert Jahre

Kuala Lumpur - Der designierte neue Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Supachai Panitchpakdi, hat wegen der angekündigten Erhöhung der US-Stahlzölle vor einem Handelskrieg gewarnt. Es würde Jahre dauern, einen voll entbrannten Streit zu schlichten, sagte Supachai am Donnerstag in Kuala Lumpur und forderte eine einvernehmliche Lösung. Bei einer jahrelangen Auseinandersetzung vor der WTO würde "niemand etwas gewinnen", auch nicht die US-Stahlindustrie.

Supachai, der sich am Rande einer Konferenz über die wirtschaftliche Zukunft Asiens äußerte, bot die WTO als Vermittler in dem Streit an. Zugleich betonte er, dass voreilig beschlossene Gegenmaßnahmen eine Lösung schwieriger machten. "Das effektivste Mittel, das schnellste Mittel, sind Verhandlungen." Der Thailänder Supachai wird den amtierenden WTO-Generalsekretär, den Neuseeländer Mike Moore, am 1. September ablösen. (APA)

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