Sonnblick-Forschungsstation: Gipfel des Berges muss saniert werden

7. März 2002, 11:56
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Eingedrungenes Wasser in Felsspalten gefährdet Observatorium

Salzburg - Der Fortbestand des Observatoriums auf dem Sonnblick im Bundesland Salzburg, wo seit 1886 meteorologische Daten erhoben werden, ist gesichert.

Bei der Landeshauptleute-Konferenz am Mittwoch in Linz wurde beschlossen, dass die Länder insgesamt 145.000 Euro - aufgeteilt nach dem Bevölkerungsschlüssel - für die Sanierung aufbringen werden, wie die Salzburger Landeskorrespondenz mitteilte.

30 Jahre alte Seilbahnlage muss renoviert werden

Das weit über die Grenzen Salzburgs hinaus für Österreich und die internationale Forschungslandschaft bedeutungsvolle Sonnblick-Observatorium hat vor allem auf Grund der erforderlichen Sanierungen mit Finanzproblemen zu kämpfen. Es muss die inzwischen mehr als 30 Jahre alte Seilbahnlage renoviert werden, wobei vor allem die Steuerung und der Antrieb auszutauschen sind.

Gipfel des Berges muss saniert werden

Aber vor allem der Gipfel des Berges selbst bedarf der Sanierung. Der Grund sind die im Hochgebirge steigenden Temperaturen, wodurch immer häufiger und länger Wasser in zuvor gefrorene oder trockene Felsspalten eindringt. Dadurch sind Teile des Gipfels und damit auch des Observatoriums selber gefährdet. Nur durch eine rechtzeitige Sanierung der geologischen Problemzonen können größere Schäden vermieden werden. Für die notwendigen Arbeiten sind in den kommenden Jahren rund 450.000 Euro erforderlich.

Interpretation von Klimamodellen

Die Ergebnisse der Untersuchungen und die auf dem Sonnblick gewonnenen Daten dienen der Interpretation von Klimamodellen, die für ganz Österreich von außerordentlicher Bedeutung seien, weshalb die Aufgaben des Sonnblick-Observatoriums auch als Anliegen aller Österreicher zu verstehen seien, so Schausberger. (APA)

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