"Das ist kein Akt gegen - sondern für Österreich"

7. März 2002, 17:57
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Architekt Abraham wird aus Protest gegen Bundesregierung US-Bürger

New York - Der österreichische Architekt Raimund Abraham hat aus Protest gegen die Bundesregierung seine Staatsbürgerschaft gewechselt. Statt österreichischer ist Abraham nun US-amerikanischer Staatsbürger, berichtet die "New York Times". Der Architekt zeichnet sich verantwortlich für den Entwurf des Kulturforums in New York, welches am 18. April eröffnet werden soll.

Protest gegen eine Regierung

Der Akt sei ein sorgfältig überlegter Protest gegen eine Regierung, die seiner Meinung nach mit dem kulturell aufgeklärten Österreich, das er liebe, nicht mehr zusammengehöre. Abraham hatte sich nach der Bildung der ÖVP-FPÖ-Regierung an den Protesten von Künstlern und Intellektuellen gegen die FPÖ und Jörg Haider (F) beteiligt.

"Das ist nicht kein Akt gegen Österreich, sondern für Österreich"

"Das ist nicht kein Akt gegen Österreich, sondern für Österreich", so der Architekt gegenüber der "NYT", "Das Österreich, das ich liebe und verehre, ist das Österreich des frühen 20. Jahrhunderts, das Österreich Wittgensteins, das Österreich, das die radikalsten Architekturprojekte der Welt errichtet hat. Das ist das Österreich, dem ich mit meinem Gebäude Tribut zolle und mit meinem symbolischen, sehr persönlichen Protest".

Der 69-jährige Abraham lebt seit rund 30 Jahren in New York City, hatte aber bisher trotz seiner Ankündigung vor zwei Jahren, die österreichische Staatsbürgerschaft zurückzulegen, diese behalten. (APA)

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