Britisches Baby mit "Goldenhar-Syndrom" wird behandelt

7. März 2002, 10:16
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Eltern geben nach - Rechtsstreit beendet

London - In Großbritannien ist ein Rechtsstreit um ein Baby "mit einem halben Gesicht" beigelegt worden. Die Eltern, die bisher versucht hatten, eine ärztliche Behandlung zu verhindern, gaben ihren Widerstand am Mittwoch auf. Die Einigung wurde vor einem Gericht in Leeds erzielt. Am Sonntag war es den Eltern per einstweiliger Verfügung untersagt worden, das schwer behinderte Kind aus einem Krankenhaus in Newcastle mit nach Hause zu nehmen. Es wurde sogar unter Polizeischutz gestellt.

Die Mutter hatte argumentiert, ihre kleine Maria sei voll überlebensfähig und müsse deshalb zum derzeitigen Zeitpunkt nicht operiert werden. "Mit der Operation ist ein Risiko verbunden", sagte sie. "Ich kann nicht zulassen, dass meiner Tochter das angetan wird, wenn es nicht wirklich nötig ist."

Goldenhar-Syndrom - deformierte GEeichtshälfte

Maria war - wie berichtet - vor drei Monaten in Saudiarabien geboren worden, wo die Familie Verwandte besuchte. Als einziges Kind von Drillingen überlebte sie, jedoch mit dem seltenen Goldenhar-Syndrom: Ihr fehlen das rechte Auge und Ohr, der rechte Teil der Nase und der rechte Kiefer. Damit das Kind besser atmen kann, wollen die Ärzte in Newcastle die Luftröhre punktieren. Der Fall hatte in Großbritannien ein großes Medieninteresse hervorgerufen.(APA/dpa)

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