Unglück bei Groß angelegter NATO-Übung- "Strong Resolve 2002"

7. März 2002, 08:05
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Zwei deutsche Bundeswehrsoldaten bei in der Ostsee-Manöver gestorben

Berlin - Beim NATO-Manöver "Strong Resolve 2002" in der Ostsee sind am Mittwoch zwei Bundeswehrsoldaten tödlich verunglückt. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte, waren die Soldaten mit einem Beiboot unterwegs, das aus noch nicht geklärten Gründen kenterte. Die beiden Männer konnten nur so unterkühlt geborgen werden, dass sie trotz ärztlicher Hilfe starben.

Groß angelegte NATO-Übung

Die beiden Soldaten gehörten zur Besatzung der Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" und wollten mit dem Boot von der britischen Fregatte HMS "Cumberland" zu ihrem Schiff fahren. Deutschlands Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) will am Donnerstag in Berlin in einer Pressekonferenz Einzelheiten zu dem Vorfall bekannt geben. Die Angehörigen der getöteten Soldaten sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums benachrichtigt. Nähere Angaben zu ihrer Identität machte das Ministerium nicht.

Mehr als 25.000 Menschen beteiligt

Das Manöver "Strong Resolve 2002" ist eine groß angelegte NATO- Übung, an der mehr als 25.000 Menschen beteiligt sind. Die Übung begann am 1. März und soll bis zum 15. des Monats dauern. Ihr Sinn ist es, zwei Krisensituationen gleichzeitig zu bewältigen: In und um Norwegen wird eine Angriff auf ein NATO-Land simuliert, in Polen und der Ostsee üben die Militärs einen NATO-Einsatz bei einem Konflikt zwischen zwei Nicht-Mitgliedsstaaten.

Dabei werden sowohl die Marine als auch Heer und Luftwaffe eingesetzt. An der Übung beteiligen sich 15 NATO-Staaten sowie Kräfte aus 12 so genannten Partnerländern, darunter auch die baltischen Staaten. Nach Angaben der Manöver-Pressestelle sind bei den Übungen insgesamt rund 140 Schiffe und knapp 160 Flugzeuge im Einsatz. (APA/dpa)

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