Annan fordert Verstärkung der Friedenstruppe in Afghanistan

7. März 2002, 06:42
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Übergangsregierung hält 20.000 Soldaten für sinnvoll

New York - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat sich zur Stabilisierung der Lage in Afghanistan für eine Verstärkung der internationalen Friedenstruppe eingesetzt.

Die 4.500 Soldaten, darunter ein österreichisches Kontingent, sollten mit einem verlängerten Mandat auch über Kabul hinaus für Sicherheit sorgen, sagte er am Mittwoch vor dem Rat für auswärtige Angelegenheiten in New York. Die internationale Gemeinschaft könne Afghanistan nicht wie nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1989 sich selbst überlassen, mahnte Annan.

"Vorbeugung bedeutet in diesem Fall, dass Sicherheit im ganzen Land und nicht nur in Kabul gewährleistet wird", sagte er. Die Ausbildung afghanischer Polizisten und Soldaten werde ein Jahr in Anspruch nehmen. "Was machen wir in der Zwischenzeit?" fragte der Generalsekretär angesichts des derzeit auf sechs Monate befristeten Mandats.

Einige Diplomaten schätzen, dass die USA und ihre Verbündeten die Friedenstruppe auf bis zu 9.000 Mann verstärken könnten, die auch über Kabul hinaus stationiert werden sollten. Die Übergangsregierung hat um 20.000 Soldaten gebeten, die in fünf großen Städten patrouillieren sollten. Diplomaten in New York zufolge steht das nicht zur Diskussion. (APA/AP)

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