Gratisticket war einmaliges Zuckerl

7. März 2002, 12:17
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Ab dem Sommersemester zahlen StudentInnen wieder für die Öffis

Wien/Linz/Innsbruck - Das Volkszählungszuckerl ist gelutscht. Weitere Süßigkeiten für Studierende, die ihren Hauptwohnsitz in Wien haben, gibt es nicht. Für das Sommersemester muss für die Benützung von Bahn, Bus, Bim wieder gezahlt werden.

Wie berichtet, hat im Vorjahr die SP-Stadtregierung angekündigt, dass StudentInnen "einmalig ein Gratisticket für die Wiener Linien bekommen", wenn sie sich - zum Stichtag für die Volkszählung 2001 - in Wien hauptmelden.

Damit ist es nun vorbei, aber es gelten ermäßigte Tarife: Für HauptwohnsitzerInnen und FamilienbeihilfenbezieherInnen gibt es ein Semesterticket um 43,60 Euro (Meldezettel und Beihilfenbestätigung nötig). Jene, die ihren Hauptwohnsitz nicht in Wien haben, zahlen 111,90 Euro pro Semester.

Berechtigungskarte für vier Jahre

Generell brauchen StudentInnen eine "Berechtigungskarte", die bei den Wiener Linien beantragt werden kann, damit sie vergünstigte Tickets bekommen. Diese wird für vier Jahre ausgestellt. Zusätzlich wollen die Wiener Linien eine Inskriptionsbestätigung pro Semester sehen. Der Erlagscheinabschnitt zur Überweisung der Studiengebühr gilt nicht als Studiennachweis.

Auch in Oberösterreichs Landeshauptstadt wurden StudentInnen, die sich für Linz als Hauptwohnsitz entschieden, mit einem Semester Gratisfahrt im öffentlichen Verkehrsnetz belohnt. Weiterführende Aktionen gibt es aber nicht, heißt es im Büro des Bürgermeisters. Das 84 Euro teure Semesterticket der Linzer Linien erhalten alle angehenden Akademiker, unabhängig vom Wohnsitz. Auch in Graz können alle Studierenden um 79,20 Euro pro Semester die Öffis benutzen.

Unabhängig vom Hauptwohnsitz erhalten StudentInnen der Uni Innsbruck ein ermäßigtes Semesterticket (gültig fünf Monate) um 82,30 Euro. Voraussetzung: Bezug der Familienbeihilfe. Im Vorjahr wurden 2800 Studenten und Studentinnen mit einem Gratisticket für ein Semester belohnt, wenn sie ihren Hauptwohnsitz nach Innsbruck verlegten. (aw, cms, hs, moe/DER STANDARD, Printausgabe 07.03.2002)

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