HipHop: Ferris macht blau

7. März 2002, 14:32
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Ein Bremer Stadtmusikant sucht dieser Tage Österreich heim - Dazu: Soul fürs neue Jahrtausend im WUK

Er ist das personifizierte Feindbild aller Eltern von HipHop-Fans - und er ist stolz darauf. Ferris MC kommt weniger oft durch Musik in die Medien als durch Drogenexzesse, böse Schimpfworte (u.a. gegen Homosexuelle) und die Auswirkungen seiner andauernden Selbstzerstörung. So musste zum Beispiel der erste Teil seiner Auf die Plätze Fertich los-Tour wegen Lungenentzündung abgesagt werden.

Nun geht es dem gebürtigen Bremer, der in den letzten Jahren im Sog des Hamburg HipHop-Booms in den deutschen HipHop-"Olymp" aufgenommen wurde, anscheinend wieder besser.

Deshalb kommt das Milchgesicht gemeinsam mit DJ Stylewarz und der Vorgruppe Moqui Marbles und Cronite auch auf ein paar Sprünge nach Österreich vorbei, um hier seine Vision vom Rock-'n'-Roll-Lebensstil im HipHop live zu präsentieren.

7. 3. Orpheum Graz, Orpheumgasse 8, 20.00
8.3. Posthof Linz, Posthofstraße 43, 20.00
10. 3. WUK, 9., Währinger Straße 59, 20.00

Soul fürs neue Jahrtausend

Radiomoderator und DJ BTO Spider nennt ihn "den wahrscheinlich besten weißen Soulsänger ever". (Da hat er wohl auf Eddie Hinton vergessen, aber man kann ja nicht immer an alle denken.)

Gemeinsam mit seinem Partner Pascal Pioux arbeitet Mr. Day in Lyon/Frankreich an der gemeinsamen Vision von House mit einer gehörigen Portion Funk und Soul. Veröffentlicht haben die beiden bereits bei so renommierten House-Labels wie Guidance und Glasgow Underground, vor allem aber auf dem eigenen Rotax Records.

Mit DJ Pascal Pioux und Mr. Day an den Vocals könnte dieser "Future Sound of Paris"-Abend so etwas wie ein Soulkonzert für das dritte Jahrtausend werden.

9. 3. WUK, 9., Währinger Straße 59., 22.00
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 3. 2002)

Von
Stephan Trischler

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