Allianz wieder in der Gewinnzone

6. März 2002, 18:59
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Generaldirektor Littich: Turnaround trotz schwierigen Umfelds geschafft

Wien - Die Allianz-Gruppe in Österreich hat im vergangenen Jahr den Turnaround geschafft und ist trotz des für Versicherungen schwierigen Umfelds wieder in der Gewinnzone gelandet. Wie Generaldirektor Wolfram Littich am Mittwoch in einer Pressekonferenz mitteilte, drehte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von minus 23,7 Mio. Euro im Jahr 2000 auf plus 28,1 Mio. Euro.

Die Allianz Elementar Versicherungs-AG werde daher die Dividendenzahlung wieder aufnehmen und der Hauptversammlung eine Ausschüttung von zehn Prozent auf das Grundkapital von 41,7 Mio. Euro vorschlagen. Zuletzt hatte die Gesellschaft für 1999 eine Dividende von 20 Prozent bezahlt.

Prämienvolumen stieg um 2,6 Prozent

Das Prämienvolumen der Allianz-Gruppe stieg im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 1,19 Mrd. Euro. Auf der Schadenseite registrierte Littich dagegen eine Entspannung. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle reduzierten sich um 5,7 Prozent auf 1,02 Mrd. Euro.

Das versicherungstechnische Ergebnis konnte, so Littich, zwar dramatisch verbessert werden, macht aber noch immer minus 77,3 Mio. Euro (nach minus 115,2 Mio. Euro) aus. Bis 2004 soll es zumindest ausgeglichen sein. Das nicht versicherungstechnische Ergebnis stieg um 2,5 Prozent auf 105,4 Mio. Euro.

Besonders zufrieden zeigte sich Littich mit der Kostenentwicklung, die er "fest im Griff" hat. Insgesamt konnten die Kosten um 11,1 Prozent reduziert werden, im Verwaltungsbereich gingen sie sogar um 29,6 Prozent zurück. Schwerpunkt der Einsparungen: Der durchschnittliche Personalstand verringerte sich im Jahresdurchschnitt von 3518 auf 3036 Mitarbeiter.

Zu den Folgen der Terroranschläge vom 11. September sagte Littich, die heimische Assekuranz arbeite an einem Terrorpool als Ergänzung zur Erstversicherung, der allerdings kapazitätsmäßig beschränkt sein werde. Das darüber hinaus gehende Risiko müsse entweder der Staat übernehmen oder es bleibe unversichert. (gb, DEr Standard, Printausgabe, 07.03.2002)

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