Flugabwehrrakete SA-3

6. März 2002, 18:04
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Frankfurt/Main- Die Flugabwehrrakete SA-3 mit dem NATO-Codenamen "Goa", bei deren Explosion am Mittwoch in Kabul zwei deutsche und drei dänische Soldaten ums Leben kamen, ist eine recht alte Rakete mittlerer Reichweite aus sowjetischer Produktion. SA steht dabei für Surface-to-Air Missile, also Boden-Luft-Rakete. Allerdings wurden später abgewandelte Baumuster auch als Schiff-Schiff-Flugkörper eingesetzt.

Die SA-3 wurde schon Anfang der 60er Jahre bei den Streitkräften der damaligen UdSSR und ihrer Verbündeten im Warschauer Pakt, darunter der Nationalen Volksarmee der DDR, eingesetzt. In der Sowjetunion war die zweistufige Feststoffrakete unter der Bezeichnung S-125 eingeführt. Die Rakete ist etwa sechs Meter lang und hat einen Durchmesser von rund 40 Zentimetern. Ihr Gefechtskopf besteht aus rund 60 Kilogramm Sprengstoff. Die Sprengkraft und die Splitterwirkung reichen aus, um Flugzeuge auch bei einer Explosion im Umkreis von rund zehn Metern zum Absturz zu bringen. Die von extrem beweglichen Mehrfach-Lafetten aus eingesetzte SA-3 fliegt ihr Ziel mit mehr als dreifacher Schallgeschwindigkeit an und wird dabei von einem Radar vom Boden aus gelenkt. SA-3 wurden unter anderem in Jugoslawien gegen die NATO-Luftangriffe eingesetzt. (APA/AP)

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