Der Tod der Marken

6. März 2002, 15:42
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Aufläsung von max.mobil und One2One vernichtet 1 Mrd. Euro

Mit der geplanten Aufgabe der Markennamen max.mobil und One2One löst sich bei der Deutschen Telekom ein Milliardenwert in Luft auf. Wie die "Financial Times Deutschland" in ihrer Mittwochausgabe berichtet, muss die Deutsche Telekom wegen der Abschaffung der Marken 1 Mrd. Euro abschreiben. Um diesen Betrag, so die FTD, sei der Firmenwert der 1999 in Österreich und Großbritannien zugekauften Mobilfunktöchter max.mobil und One2One in der Bilanz 2001 vermindert. Künftig soll beiden Unternehmen die Dachmarke T-Mobile verpasst werden.

Der zweitgrößte österreichische Mobilfunkbetreiber, max.mobil, seit April 2000 im alleinigen Besitz der Deutschen Telekom, muss demnächst so wie One2One von seinem Namen Abschied nehmen.

Eine der größten Markenumstellungen Österreichs

Bei max.mobil soll der Firmenname im Zuge der konzernweit angestrebten Marken-Internationalisierung auf T-Mobile Austria GmbH umgeändert werden. Die Umstellung auf die neue magentarote Marke von Werbung und Sponsoring soll nach Ostern folgen, wie das Management von max.mobil Ende Jänner in einer Pressekonferenz angekündigt hatte (etat.at berichtete). Die Umbenennung von max.mobil auf T-Mobile Austria sei "eine der größten Markenumstellungen Österreichs".

Die Vereinheitlichung der Marke - wie es damals geheißen hatte - bringe eine "Vereinfachung der Produktpalette und langfristig auch der Tarife". So sei derzeit bereits die gleichförmige Abfrage der Mailbox in allen T-Mobile-Ländern möglich. Künftig würden internationale Handy-Portale, GPRS-Roaming und gemeinsame UMTS-Dienste folgen.

T-Mobile International, die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom, hat insgesamt 68 Millionen Kunden und ist neben Österreich in Deutschland, Großbritannien, den USA, Russland, Tschechien, Kroatien, Ungarn, der Ukraine, der Slowakei, Polen und den Niederlanden über etliche Töchter vertreten. (APA)

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