Pestizidbelastung von Obst und Gemüse: 14 Prozent der Proben belastet

7. März 2002, 11:29
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Global 2000 kritisiert Untätigkeit des Ministers

Wien - 20 Aktivisten von Global 2000 enthüllten am Mittwoch Vormittag am Gesundheitsministerium in Wien ein acht Mal drei Meter großes Transparent mit der Aufschrift "Minister Haupt - Schuld am Pestizidcocktail". Damit kritisierten die Umweltschützer die "Untätigkeit des Gesundheitsministers angesichts der Pestizidbelastung von Obst und Gemüse".

14 Prozent der Proben mit Pestiziden belastet

"Zahlen aus dem Gesundheitsministerium belegen die Problematik um den Pestizid-Cocktail", betonte Global 2000 in einer Aussendung. Inzwischen seien 14 Prozent der Proben mit mehr als einem Pestizid belastet. "Dieser Pestizidcocktail gefährdet die Gesundheit der österreichischen KonsumentInnen. Als Mediziner erwarte ich mir vom Gesundheitsminister, dass er schleunigst handelt", erklärte Global 2000-Lebensmittelsprecher Klaus Kastenhofer.

Forderung nach Beschluss

Als Sofortprogramm fordert Global 2000 den Beschluss einer Gesetzesnovelle zur Begrenzung der Gesamtbelastung von Obst und Gemüse durch Pestizide sowie die sofortige Veröffentlichung aller Messergebnisse, um dem Konsumenten zu zeigen, welche Ware zur Zeit bedenkenlos genossen werden kann. "Minister (Herbert, Anm.) Haupt hält noch immer mit aktuellen Testergebnissen - die mit den Steuergeldern der Konsumenten finanziert werden - hinter dem Berg", erklärten die Umweltschützer, die darüber hinaus ein österreichweites Pestizidreduktionsprogramm verlangen.

"Die Untätigkeit der Überwachungsbehörden gefährdet die Gesundheit der Konsumenten", warnte der Innsbrucker Umweltmediziner Klaus Rhomberg in der Global 2000-Aussendung. (APA)

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