Mörbisch: Intendant Serafin bis 2007 verlängert

6. März 2002, 14:32
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Lohner präsentierte "Csardasfürstin", 2003 wird "Giuditta" gegeben

Wien - Ihr 45-jähriges Bestehen und zehn Jahre Intendanz Harald Serafin feiern die Seefestspiele Mörbisch (11.7.-25.8.) in diesem Jahr. Am Mittwoch wurde die heurige Produktion - "Die Csardasfürstin" in der Regie von Helmuth Lohner - präsentiert und zugleich die Verlängerung von Serafins Vertrag um weitere fünf Jahre, bis 2007, bekannt gegeben. 2003 soll Lehars "Giuditta" gespielt werden, für Serafin "eine der schwersten Operetten, weil sie eigentlich als Oper gedacht war".

Für "Die Csardasfürstin" von Emmerich Kalman konnte heuer Josfestadt-Direktor Helmut Lohner nach Strauß' "Eine Nacht in Venedig" 1999 erneut für eine Mörbischer Regie gewonnen werden.

Deren Uraufführungsjahr 1915 ist für Lohner ein "sehr makabres Datum". An Peter Konwitschnys skandalumwitterter Dresdener Inszenierung, der 1999 die Operette im Schützengraben spielen und die Fürstin den Walzer mit Gefallenen tanzen ließ, will er sich für Mörbisch dennoch "nicht ganz anschließen". Lohner will den "Niedergang eines Reiches" als "Rückblende" inszenieren: "Das Stück beginnt um fünf nach zwölf, am Ende ist es viertel vor zwölf." Zum Schluss, so Lohner, verabschiede sich die Operette dann per Schiff Richtung Amerika, wo daraus das Musical entstehe. "Unbedingt in die Handlung einbezogen" wird auf jeden Fall das Ballett.

Für Bühnenbild und Kostüm zeichnet wieder Rolf Langenfass verantwortlich, Rudolf Bibl übernimmt die musikalische Leitung. Die Partie der "Csardasfürstin" Sylva Varescu übernimmt Monika Fischl aus Budapest, Edwin ist (alternierend) mit Christian Bumgärtel besetzt, Graf Boni Kancsianu mit Markus Werba, Komtesse Stasi (alternierend) mit Kerstin Grotrian aus Innsbruck. Serafin selbst gibt heuer alternierend mit Peter Uray Fürst Lippert-Weylersheim, seine Ex-Frau Mirjana Irosch singt die Anhilte.

"Die Csardasfürstin", die inklusive eines Zusatztermins am 31. Juli und der Generalprobe 36 Mal gezeigt wird, werden 220.000 Zuschauer sehen. Zu 98 Prozent sind die Vorstellungen bereits ausverkauft.

In den vergangenen zehn Jahren konnten laut Kultur-Landesrat Helmut Bieler "enorme Besuchersteigerungen" von 48.000 auf 212.000 Zuschauer erzielt werden. 11,99 Millionen Euro wurden seit 1993 in die Infrastruktur investiert, mit denen unter anderem die Zuschauerplätze der "größten Open Air Operettenbühne der Welt" auf 6.000 erhöht wurden. Ende 2007 sollen laut Serafin die "Schulden" dann abgezahlt sein.

LINK: seefestspiele-moerbisch.at
(APA)

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