Anhaltende Diskussion um Theaterbeiräte

8. März 2002, 14:11
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Mailath-Pokorny: "Es ist derzeit keine Änderung des gegenwärtigen Förderungsystems geplant"

Wien - "Es ist derzeit keine Änderung des gegenwärtigen Förderungsystems geplant", kommentiert der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny die laufende Diskussion über die Theater-Beiräte der Stadt Wien, "Ich habe keine Absicht und Veranlassung davon abzugehen." Freilich werde er sich Vorschlägen zu einer Verbesserung der bestehenden Strukturen nicht entziehen. "Ich möchte das mit den Betroffenen besprechen." Die von der IG Freie Theaterarbeit veranstaltete Theaterförderungs-Enquete am 18.3. werde daher von seinen Experten besucht, die Ergebnisse wolle er mit den Betroffenen besprechen: "Ich bin sehr gesprächsbereit." Inhaltliche oder zeitliche Vorgaben gebe es jedoch nicht.

Bezüglich der budgetären Engpässe bei der Förderung für Freie Gruppen und Produktionen meint Mailath-Pokorny: "Es hat auch in den vergangen Jahren aus Zusatzmitteln zusätzliche Gelder gegeben. Die wird es wahrscheinlich auch heuer geben." Wesentlich sei ihm: "Es gibt keine Kürzungen für freie Gruppen." Es brauche einen politischen Handlungsspielraum, wenn aber von den Beiratsmitgliedern künftig ein fixer Betrag gewünscht würde, der dann für die Vergabe-Sitzungen gedrittelt werden könnte (um zu vermeiden, dass es im letzten Tertial keine zu vergebende Förderungsmittel aus dem regulären Budget gebe), "soll es mir recht sein".

Er habe kein Problem, gegenüber den Beiräten jene Förderungen zu dokumentieren, die ohne Beiratsempfehlung vergeben worden wären, meinte Mailath-Pokorny zum Vorwurf der mangelnden Transparenz, verwies aber darauf, dass "alle Zuwendungen im Grunde der Öffentlichkeit bekannt sind: Die müssen alle im Gemeinderat beschlossen werden." (APA)

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