Polynesien als medizinisches Versuchsgelände?

6. März 2002, 13:04
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Genetisch verändertes Insulin in Neuseeland verboten - Konzern nimmt Cook-Inseln ins Visier

Auckland/Rarotonga - Weil die Versuche mit genetisch verändertem Insulin in Neuseeland verboten sind, werden die polynesischen Cook-Inseln als Versuchsort erwogen. Der neuseeländische Pharmakonzern Diatranz hat die neuartige Methode zur Behandlung von Diabetes entwickelt, bei der Zellen aus Schweinen in Menschen transplantiert werden. Dort sollen die Zellen dann Insulin erzeugen. Der Pharmakonzern hat die Regierung der Cook-Inseln bereits kontaktiert, berichtet BBC-online.

Die Diabetes-Behandlungsmethode beinhaltet die Transplantation von Schweine-Bauchspeicheldrüsenzellen in den menschlichen Organismus. Danach sollen die transplantierten Zellen im Menschen Insulin erzeugen. Der Grund warum die Versuche in Neuseeland verboten sind, liegt in der Gefahr, dass Schweine Viren in sich tragen können, die dann in den menschlichen Organismus mittransplantiert werden könnten. Keiner weiß genau, was sie so genannten schweineähnlichen endogenen Retroviren, auch Pervs genannt, im menschlichen Organismus anrichten und ob sie gefährlich sind oder nicht. Das neuseeländische Gesundheitsministerium hat die Regierung der Cook-Inseln vor den Gefahren gewarnt, was diese als unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten zurückgewiesen hat.

Der CEO von Diatranz, Bob Elliott, wird der Regierung der Cook Inseln noch in dieser Wochen einen Vorschlag unterbreiten. Danach soll das Urteil über die weitere Vorgehensweise in Rarotonga gefällt werden, berichtet die BBC. (pte)

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