Das Namedropping beim ZDF geht munter weiter

6. März 2002, 12:24
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Bertelsmann-Manager Harnischfeger im Gespräch - Laut "Zeit" - Konsenskandidat der Fraktionen Gewählt wird am Samstag

Neue Spekulationen gibt es um die für kommenden Samstag (9. März) angesetzten ZDF- Intendantenwahl. Nach einem Bericht der "Zeit" soll Manfred Harnischfeger (57), Chef der Unternehmenskommunikation beim Bertelsmann-Konzern, neuer Chef des Mainzer Senders werden. Diese Vorab-Meldung der Hamburger Wochenzeitung wurde am Mittwoch jedoch umgehend von den beiden Freundeskreisen von Union und SPD im ZDF- Fernsehrat dementiert.

Fernsehräte dementieren

Die Wochenzeitung berichtete, die beiden Freundeskreise hätten sich auf Harnischfeger geeinigt. Federführend seien die Mainzer Staatskanzlei und der Sprecher des Unions-Freundeskreises, Wilfried Scharnagl (CSU), gewesen. "Die Meldung ist falsch", sagte der Leiter der Mainzer Staatskanzlei, Klaus Rüter, der den SPD- Freundeskreis im Fernsehrat anführt. Scharnagl sagte, der Name und eine entsprechende Verabredung mit der SPD seien ihm unbekannt. Harnischfeger erklärte: "Dies ist eine Entscheidung des ZDF-Fernsehrats, die von den Ministerpräsidenten Kurt Beck und Bernhard Vogel vorbereitet wird".

Die 77 Mitglieder des ZDF-Fernsehrats werden am Samstag den bereits dritten Versuch unternehmen, um einen Nachfolger für Dieter Stolte zu wählen. Stolte scheidet am Donnerstag kommender Woche (14. März) nach 20 Jahren aus dem Amt. (APA)

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