Beschränkte Online-Einkäufe bei österreichischen Handelsketten

6. März 2002, 12:42
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Nur 30 Prozent mit Online-Shop - Buchhandel spielt Vorreiterrolle

Wien - Einkäufe im Internet sind bei den österreichischen Handelsketten nach wie vor nur sehr beschränkt möglich. Das geht aus einer aktuellen Studie von RegioPlan Consulting hervor. Die Zahl der Online-Shops ist 2001 laut RegioPlan nur geringfügig von 27 Prozent auf 30 Prozent gestiegen. Was eindeutig zugenommen hat ist die Internet-Präsenz per Homepage. Hatten im Jahr 2000 nur 64 Prozent der filialisierten Einzelhandelsunternehmen eine Homepage, so waren es im Jahr 2001 schon nahezu 100 Prozent.

Die großen österreichischen Shopping Center sind ebenfalls nur mit allgemeine Informationen und Links zu den Shops vertreten, ein echter "Marktplatz" sei jedoch auch dort noch in keinem Fall verwirklicht. Ein Grund könnte in logistischen und zahlungstechnischen Problemen der Abwicklung liegen, mutmaßen die Studienautoren. Virtuelle Online Shopping Center funktionieren dagegen bereits.

Nur wenig Bedeutung für Internet

Auch insgesamt messen heimische Unternehmer dem Internet als Verkaufsinstrument nur wenig Bedeutung bei. 55 Prozent der Befragten schätzen die Rolle des www als gering ein, 31 Prozent als mittelmäßig.

Die österreichischen Konsumenten sind bei Einkäufen im Internet nach wie vor sehr zurückhaltend. Kritisiert werden vor allem fehlende Preisvorteile zum stationären Warenangebot, nicht eingehaltene Liefertermine, zu langsamer Seitenaufbau sowie komplizierte Kaufabschlüsse, zu kleines Angebot und die oft mangelhafte Qualität der Produktabbildung und Beschreibung.

Buchhandel spielt Vorreiterrolle

Verglichen mit anderen Branchen spielt der Buchhandel nach wie vor eine Vorreiterrolle im österreichischen online-Einzelhandel, nicht zuletzt weil sich Bücher besonders gut für den Vertrieb per Internet eignen. Schuhe, die dem Konsumenten passen müssen und Sportartikel, für die meist Beratung notwendig ist, bilden die Schlusslichter des Rankings. Zugenommen habe auch die Beliebtheit so genannter Online-Auktionen. (APA)

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