Stromverbrauch 2001 in Österreich gestiegen

6. März 2002, 18:47
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Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Wien - Der Stromverbrauch ist in Österreich im Vorjahr um 3,3 Prozent auf 60.470 Gigawattstunden (GWh) angestiegen. Inklusive der für die Speicherkraftwerke nötigen Pumpspeicherung legte der Verbrauch auf 62.464 GWh zu, ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber 2000. Durch 2001 rückläufige Stromexporte drehte sich der Ausfuhrüberhang des Jahres 2000 in einen leichten Stromimport-Überhang.

Die heimische Stromerzeugung wuchs um 0,7 Prozent auf 62.250 GWh. Dabei kletterte die Erzeugung aus Wärmekraftwerken um 11,7 Prozent auf 20.416 GWh, während die Erzeugung der Wasserkraftwerke mit 41.834 GWh um 3,9 Prozent unter dem Niveau von 2000 lag. Somit kamen rund 67 Prozent des Stroms aus Wasserkraftwerken, 33 Prozent aus kalorischen, geht aus dem jüngsten E-Control-Bericht über die Stromversorgung in in Österreich (EVU, Unternehmen mit Eigenanlagen und ÖBB) hervor.

Physikalische Stromimporte mit 3,9 Prozent-Plus

Die physikalischen Stromimporte Österreichs stiegen im Vorjahr um 3,9 Prozent auf 14.467 GWh, während die Stromexporte um 6,3 Prozent auf 14.252 GWh zurückgingen. Im Jahr davor hatten die Stromausfuhren mit 15.216 GWh die Importe von 13.920 GWh noch deutlich übertroffen. Während im Jahr 2001 ein Einfuhrüberschuss von 214 GWh zu verzeichnen war, gab es im Jahr davor noch einen Ausfuhrüberhang von 1.296 GWh.

Bei der Wasserkraft-Erzeugung stammten 2001 mit 29.494 GWh um 5,2 Prozent weniger aus Laufkraftwerken. Auch die Erzeugung in den Speicherkraftwerken ging leicht um 0,6 Prozent auf 12.340 GWh zurück.

Unter den kalorischen Anlagen bauten gasbetriebene Kraftwerke ihre dominierende Position mit einem Erzeugungsplus von 12,0 Prozent auf 8.802 GWh aus. Auch mit dem zweitwichtigsten Brennstoff - Steinkohle - wurde die Erzeugung um 14,7 Prozent auf 5.204 GWh ausgebaut. Noch stärker zulegen konnte mit +27,5 Prozent auf 1.649 GWh Strom aus Braunkohle-Kraftwerken. Heizölbefeuerte Anlagen lieferten mit 1.564 GWh um 5,4 Prozent mehr Elektrizität als im Jahr 2000. Aus Anlagen mit sonstigen Brennstoffen stammten 3.196 GWh (+3,2 Prozent).

Verbrauch mit Plus von 2,2 Prozent

Doch noch auf 3,3 Prozent gestiegen ist der Stromverbrauch 2001 schließlich wegen des verbrauchsstarken Dezember. Von Jänner bis November hatte der Zuwachs erst 2,8 Prozent ausgemacht, im Dezember selbst wurde aber ein Verbrauchsanstieg von 8,4 Prozent verzeichnet.

Die Laufkraftwerke produzierten im Dezember trotz der günstigen Wasserführung der Flüsse (Erzeugungskoeffizient 1,11) um 4,1 Prozent weniger Strom als im gleichen Vorjahresmonat. Zurückzuführen ist dies laut E-Control-Report auf die im Dezember 2000 noch günstigeren Bedingungen, als ein Erzeugungskoeffizient von 1,14 erreicht wurde. Die Speicherkraftwerke erzeugten im Monat Dezember um 13,6 Prozent weniger als 2000, die Wärmekraftwerke dagegen um 35,6 Prozent mehr. (APA)

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