Künftiger WTO-Chef: Differenzen wegen Schutzzöllen beilegen

6. März 2002, 11:00
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Stahl-Länder sollen selbst Einigung suchen

Djakarta - Die Stahl erzeugenden Länder müssen sich nach Ansicht des designierten WTO-General-Direktors Supachai Panitchpakdi angesichts bestehender Überkapazitäten zunächst selbst um eine Lösung bemühen. Die Stahl-Hersteller müssten erst miteinander reden, ehe die Welthandelsorganisation (WTO) angerufen werden sollte, sagte Supachai am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters am Rande einer Veranstaltung in Djakarta.

Supachai, der im September den Spitzenposten bei der WTO von dem Neuseeländer Mike Moore übernehmen wird, sagte: "Ich glaube nicht, dass die WTO ohne Umschweife reagieren kann." Der erste Schritt sollte sein, dass sich alle betroffenen Länder zusammensetzen und eine Lösung suchen. "Falls sie ihre Differenzen nicht beilegen können, dann könnte der Fall vor den (WTO)-Ausschuss gebracht werden", sagte der frühere thailändische stellvertretende Ministerpräsident weiter.

Weltweit gebe es erhebliche Überkapazitäten bei der Stahlerzeugung, fuhr Supachai fort. "Jeder ist gefragt, seine eigene Stahlkapazität zu reduzieren." (APA/Reuters)

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