Nicht nur Militär, auch Reporter rüsten auf

5. März 2002, 19:00
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Roboter soll aus Krisengebieten berichten

Immer neuere, ungewöhnlichere Aufgaben wer- den von Entwicklungslabors für den Einsatz von Robotern erfunden: Die Computing Culture Group des MIT, des renommierten Massachusetts Institute of Technology, hat jetzt einen Roboter entwickelt, der die Aufgaben eines Kriegsreporters erfüllen soll.

Roboter

Der Robo-Reporter könne auf Schlachtfeldern und an anderen gefährlichen Orten zum Einsatz kommen, erklärte das Forschungslabor des MIT die Aufgabenstellung des ungewöhnlichen Kollegen.

Anleihen

Dazu nahm der Afghan Explorer genannte Roboter Anleihen bei der ferngesteuerten US-Raumsonde Pathfinder. Angeblich sei der Reporter bereits getestet.

Optisches

Das Aussehen des Afghan Explorer erinnert an einen mit Elektronik aufgepeppten Leiterwagen, der von einem Solarakku angetrieben wird. Die Kommunikation mit seiner Einsatzstelle, also der jeweiligen Redaktion, erfolgt über das satellitengestützte GPS (Global Positioning System), wie es unter anderem auch in Autos bereits zum alltäglichen Einsatz kommt.

Anweisung per E-Mail

Lokale Gebietsinformationen werden dem Reporter über E-Mail oder Funk mitgeteilt. Unwegsames Gelände soll für den Afghan Explorer kein Problem sein. Der Roboter ist mit einem Notebook-PC sowie einem im Einsatzgebiet funktionierendem Mobiltelefon ausgestattet.

Ferngesteuert

Wenn nicht nur Bilder zu übertragen sind sondern es zu einem Interview kommt, übernehmen Journalisten und Übersetzer von der sicheren Redaktion am anderen Ende der Welt aus die Regie - so die von den Schrecken eines Krieges oder einer Katastrophe mitgenommenen Personen überhaupt bereit sind, sich einen Hightech-Interview zu stellen. (ruz / DER STANDARD Printausgabe, 6. März 2002)

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