Greenpeace besetzt in Amsterdam Frachter mit Tropenholz-Lieferung

7. März 2002, 19:27
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Niederländische Polizei nahm 14 AktivistInnen fest

Amsterdam - Aus Protest gegen die Abholzung der Regenwälder hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Amsterdam einen Frachter mit Tropenholz besetzt. Die Polizei beendete am Dienstag die Aktion im Hafen der niederländischen Hauptstadt und nahm 14 Teilnehmer vorübergehend fest. Sie hatten seit Montag das liberianische Schiff "Agat" und einen Hafenkran besetzt gehalten und sich mit Ketten an Schiff und Kran festgebunden.

Die Aktion auf dem mit 32.000 Tonnen Holz beladenen Frachter sollte nach Greenpeace-Angaben auf die Gefährdung der Urwälder durch Abholzung im großen Umfang aufmerksam machen. Die "Agat" sei für den größten Holzlieferanten Liberias unterwegs, die Oriental Timber Company (OTC).

Auch im Regenwald des westafrikanischen Landes sei eine nahezu einzigartige Vielfalt von Tieren und Pflanzen durch den Holzeinschlag bedroht, hieß es bei Greenpeace. Im April wird es beim so genannten Urwaldgipfel der Vereinten Nationen in Den Haag um den Erhalt der Urwälder gehen. Bei der 6. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die Biologische Vielfalt (COP-6 CBD) wollen Vertreter von 180 Ländern über konkrete Schritte zum Schutz der noch verbliebenen Urwälder sprechen. (APA)

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