Gegensteuern in der Krise

5. März 2002, 18:53
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Deutsche Autobauer: Ambitionierte Ziele und starke Ansagen für 2002

Genf - Die deutschen Autokonfektionäre wollen mit neuen Modellen trotz Branchenkrise ihre weltweiten Marktanteile ausbauen. Während in den Massensegmenten noch ein Verdrängungswettbewerb tobe, könnten vor allem die teuren Autos der Flaute trotzen, sagte der künftige BMW-Chef Helmut Panke am Dienstag auf dem Genfer Automobilsalon, der heuer wichtigsten Branchenschau. Impulse erhoffen sich die deutschen Konzerne vom US-Markt, der zuletzt nicht so stark wie erwartet nachgab.

DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp bekräftigte, der Stuttgarter Konzern wolle weltweit die Nummer eins werden. Er gab sich trotz der derzeitigen Probleme zuversichtlich. "Ich habe keinen Zweifel, dass wir am besten positioniert sind." Resultate auf der Modellseite würden schon 2003 sichtbar, er verwies etwa auf den Sportwagen Chrysler Crossfire.

Optimismus bei BMW

BMW ist nach einem guten Start für das laufende Jahr ausgesprochen optimistisch. "Wir haben die Chance, in diesem Jahr weltweit mehr als eine Million Automobile abzusetzen", sagte BMW-Chef Joachim Milberg.

Porsche erwartet glänzende Zahlen

Auch Porsche-Chef Wendelin Wiedeking erwartet für seine Stuttgarter Sportwagenschmiede weiter glänzende Zeiten. Auf dem Hauptmarkt USA habe es zwar Rückgänge gegeben, die durch starke Zuwächse in anderen Exportmärkten ausgeglichen werden konnten. Mit dem Nobel-Geländewagen Cayenne - ein Zwilling des kommenden VW Tuareg - werde Porsche "zu neuen Ufern aufbrechen".

Der neue Audi-Boss Martin Winterkorn gab sich selbstkritisch, bisher habe Audi zu wenig Nischenmodelle angeboten: "Warum gibt es eigentlich eine so große Lücke zwischen dem Audi TT und den Supersportwagen von Lamborghini?". (dpa/lby/DER STANDARD, Printausgabe 5.3.2002)

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