Hercules im Anflug auf Österreich

5. März 2002, 19:21
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Geschäft unmittelbar vor Abschluss - Drei rund 35 Jahre alte Maschinen der Royal Airforce sollen angekauft werden

Wien - Solange Verteidigungsminister Herbert Scheibner in den USA ist, wird nichts entschieden - "vielleicht nächste Woche", orakelt Ministeriums-Sprecher Wilfried Schiffinger. Tatsächlich aber ist das Geschäft über den Kauf von drei gebrauchten Hercules-Transportflugzeugen unterschriftsreif. Noch im Dezember könnte das erste Flugzeug in Österreich sein.

Damit bekommt das Bundesheer die schon in den Achtzigerjahren angestrebte Transportkapazität. Es geht um drei Flugzeuge mit der Typenbezeichnung C-130K, die von der Royal Airforce im Vorjahr eingemottet wurden. Die Flugzeuge mit den Nummern XV 181, XV 291 und XV 292, die zwischen Mai 1967 und Februar 1968 ausgeliefert wurden, kämen quasi "runderneuert" nach Österreich - inklusive Ersatzteilen, Boden- und Einsatzequipment sowie Piloten- und Technikertraining. Restlebensdauer der Flugzeuge: etwa 20 Jahre.

Benötigt werden die Flieger vor allem wegen des stark ausgeweiteten Auslandsengagements des Bundesheeres - für die Flüge nach Bosnien und in den Kosovo waren bisher gemietete Flugzeuge (jährliche Kosten zwischen 40 und 60 Millionen Schilling, 2,9 bis 4,4 Millionen Euro - ohne Sprit) eingesetzt worden. Der Kaufpreis der drei Gebrauchtflieger soll bei etwa 32 Millionen Euro liegen, der Hälfte einer einzigen neu gebauten Hercules. (cs)


(DER STANDARD, Pribntausgabe, 6.3.2002)
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    Drei Maschinen des Typs C-130K sollen angekauft werden

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