GÖD will volle Inflationsabgeltung für Beamte

5. März 2002, 18:10
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Neugebauer sieht in Riess-Passer-Aussagen Gegensatz zu Vereinbartem

Wien - Die Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) besteht auf einer vollen Inflationsabgeltung für das Jahr 2002. Das stelle Vorsitzender Fritz Neugebauer Dienstag Nachmittag in einer Ausssendung klar: "Ich gehe davon aus, dass Vereinbarungen mit der Bundesregierung halten." Dabei bezieht sich der GÖD-Chef auf den Abschluss des vergangenen Jahres mit Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F). Damals hatte man für 2002 ein Plus von 0,8 Prozent mit der Möglichkeit zu Nachzahlungen zwecks Abgeltung der tatsächlichen Inflation vereinbart.

Neugebauer ortet nun eine Distanzierung der für den öffentlichen Dienst zuständigen Vizekanzlerin: Wenn Riess-Passer in der Gehaltsvereinbarung für 2002 zwischen der Bundesregierung und der GÖD "keinen Automatismus für eine unbedingte volle Inflationsabgeltung" sieht, so stehe dies eindeutig im Gegensatz zu Vereinbartem. Die Vizekanzlerin hatte nach dem Ministerrat gemeint, es gebe keinesfalls einen Automatismus. Die Höhe der Nachzahlung stehe noch nicht fest und werde von verschiedenen Faktoren abhängen. Zudem verwies sie darauf, dass man ja im Herbst gleichzeitig für 2003 verhandeln werde und damit ein Gesamtpaket möglich sei. (APA)

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