Häupl wirft Strasser FPÖ-Nähe vor

5. März 2002, 15:08
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Forderung nach Verknüpfung von Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung

Wien - Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) hat am Dienstag im Zusammenhang mit dem Fremdenpaket der Bundesregierung Kritik an Innenminster Ernst Strasser (V) geübt. "Es tut mir leid, dass sich der christlich-soziale Innenminister mit (FP-Klubchef Peter, Anm.) Westenthaler eingelassen hat", sagte Häupl in seiner wöchentlichen Pressekonferenz. Es sei klar, dass Westenthaler gegen Ausländer in Österreich auftrete. Dass Strasser diese Position übernommen habe, "tut weh", so der Bürgermeister.

Häupl erneuerte seine Kritik am "Integrationsvertrag". Dieser sei "in hohem Ausmaß ein Pflichtenheft und nicht ein Rechteheft". Er forderte für Ausländer neuerlich das Recht auf legale Arbeit bei einem legalen Aufenthalt in Österreich. Dies sei schon aus pragmatischen Gründen notwendig. Häupl: "Wie soll jemand einen verpflichtenden Deutschkurs zur Hälfte bezahlen, wenn er nicht Arbeiten gehen darf?" (APA)

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