Wein & Co startet mit Diners Club-VinoCard

5. März 2002, 14:57
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Umsatz soll heuer auf 30 Millionen Euro steigen

Wien - Wein & Co, Markführer im Weinfachhandel in Österreich, startet ab sofort mit einer neuen Kundenkarte mit Kreditkartenfunktion. "Wir passen gut zusammen", sagten Wein & Co-Chef Heinz Kammerer und AirPlus-Geschäftsführer Karl Kainzner bei der Präsentation am Dienstag in Wien. Das Ziel für die neue Karte sei hoch gesteckt, so Kammerer. Er rechnet damit, dass rund 10.000 der 70.000 VinoCard-Besitzer auf die neue Wein-Kreditkarte umsteigen werden.

Die neue Diners Club VinoCard ist eine vollwertige Diners Club-Kreditkarte (ohne Einkaufslimit), die allerdings nur bei Wein & Co ausgegeben wird. Die Karte ist im ersten Jahr gratis, ab dem zweiten Jahr entfällt die Jahresgebühr ab einem Einkaufsvolumen bei Wein & Co von 300 Euro pro Jahr. Derzeit liegt das Durchschnitts-Einkaufsvolumen der Stammkunden laut Kammerer bei rund 360 Euro. Außerdem bekommen die Diners Club VinoCard-Besitzer 4 Prozent Jahresbonus auf ihre Weineinkäufe, verglichen mit 3 Prozent bei der "normalen" VinoCard, sowie 10 Prozent auf Kurse der österreichischen Weinakademie. Voraussetzung für die "Kombikarte" ist ein monatliches Mindesteinkommen von 1.200 Euro und ein 1 Jahr durchgehende Bankverbindung in Österreich.

"Co-Branding-Karten"

Diners Club stehe mit 170.000 ausgegebenen Karten und 57.000 Akzeptanzstellen der Konkurrenz um nichts nach, sagte Kainzner. In der jüngeren Vergangenheit sei es immer wieder zu Kooperationen mit "Co-Branding-Karten" gekommen, darunter die AirPlus-Card mit der AUA, die Club Sucess-Karte mit der CA sowie eine spezielle Golf-Karte. Kainzner erwartet sich von der Zusammenarbeit mit Wein & Co etliche Neukunden: bisher hatten nur 5 Prozent der VinoCard-Besitzer auch eine Diners Club-Karte.

Ehrgeizige Ziele

Wein & Co will seinen Umsatz heuer auf 30 Mill. Euro ausbauen. Das Ergebnis (EBIT) werde sogar um 60 Prozent auf rund 3,2 Mill. Euro steigen. Rund 15 Prozent der Umsätze stammen aus dem Versand- bwz. dem Internetgeschäft. In Österreich sei die "Ausbaustufe" mit der im Vorjahr mit Investitionen von rund 1 Mill. Euro eröffneten Weinbar in der Jasomirgottstraße in der Wiener City erreicht, sagte Kammerer. Vorstellbar sei eine Verbesserung der bestehenden Geschäfte bzw. auch die Suche nach einem Geschäftslokal für eine weitere Weinbar in der Nähe der Universität Wien sei "nicht vom Tisch".

Standortsuche in München

Die Suche nach einem geeigneten Standort in München gehe weiter, bisher sei aber nichts wirklich perfekt und "nichts ist so teuer wie ein billiger Standort". Überlegungen gebe es auch für einen Wein & Co in Istanbul, wo vor allem auf Touristen und Banker gesetzt werden könne. Auch die Einwohner der Millionenmetropole selbst seien potenzielle Wein-Kunden. Nur 1 Prozent der Bevölkerung ist laut Kammerer streng-moslemisch und trinkt daher keinen Alkohol. (APA)

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