Auf dem Dach der Sekretärinnenwelt

5. März 2002, 15:30
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Hunderte Chefs hatten ihre Vorzimmerdamen nominiert: Regina Schmid darf sich nach einem Wettkampf "Sekretärin des Jahres" nennen

Von Regina Schmid kann man lernen. Irischen Steptanz etwa. Aber den beherrschen auch andere. Im Gegensatz zum "Bramac Gruß". Dem dürfte Frau Schmid ihren Montagabend in einem furiosen Finale erkämpften Titel "Sekretärin des Jahres" verdanken: Mit einem Bild von sich selbst mit spitzgiebelförmig über den Kopf erhobenen Händen beendete die Niederösterreicherin nämlich jene Powerpoint- Präsentation, mit der sie einer Managerjury erklären wollte, wieso sie Österreichs tollste Bürodame sei. Es gab Kabarett. Nachher.

Der realitätsnahe Chefsekretärinnen-Knockout ("Sie sollen zur Vorstandssitzung, da kippt ihnen das Kaffeehäferl um. Ein Fleck auf der Bluse. Was tun Sie?") fand heuer zum zweiten Mal statt. Hunderte Chefs hatten ihre Vorzimmerdamen nominiert. Drei kamen ins Finale. Schmid siegte. Dafür gab es Blumen, einen Reisegutschein und eine Urkunde - und ein Bussi vom Chef.

Ach ja: Nominiert hatten Männer. Angetreten waren Damen. Ausschließlich. Das fiel zwar allen auf, aber eben auch unter realitätsnah. (rott; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.3.2002)

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