228. Wiener Derby als Sprungbrett ins Mittelfeld

5. März 2002, 14:22
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Reitet Rapid auf der Euphoriewelle weiter oder knackt Austria die harte Nuss?

Wien - Das 228. Wiener Derby steht am Mittwoch als Nachtrag der Fußball-max.Bundesliga auf dem Programm. Im Hanappi-Stadion geht es zwischen Rapid und der Austria ab 18:00 Uhr live in ORF1 um die Vorherrschaft in der Stadt, Rapid könnte mit dem dritten Sieg im dritten Frühjahrsspiel zum Lokalrivalen aufschließen.

"Raus aus dem Keller"

In Hütteldorf läuft Andreas Herzog erstmals seit zehn Jahren wieder in einem Derby ein, und der Teamkapitän ist auch der große Hoffnungsträger der Grün-Weißen. "Andi hat eine Euphorie ausgelöst, die seinesgleichen sucht. Er ist die Leitfigur", erklärt Teamchef Lothar Matthäus, der nach dem 1:1 im Herbst auf den ersten Sieg in seinem zweiten Wiener Derby hofft. "Wir wollen die Ergebnisse der letzten zwei Spiele fortführen und raus aus dem Keller ins Mittelfeld", betont Matthäus.

"Eine harte Nuss"

Die "Veilchen" aus Favoriten sind aber zuletzt gegen Bregenz (3:0) so richtig aufgeblüht. Rapid-Trainer Günther Güttler machte sich ein Bild davon. "Es ist eine sehr homogene Mannschaft, im Mittelfeld sehr spielstark. Es wird eine harte Nuss", sagte Güttler. Austria-Interimscoach Didi Constantini spielt den Ball zurück. "Rapid spielt kompakt, hat zwei Siege im Rücken und zudem mit Herzog einen Spieler, der Ideen bringt", erklärte der Tiroler, der sich aber vornehmlich mit seinen eigenen Spielern beschäftigt: "Wir müssen auf uns schauen und von Anfang an marschieren".

Ruhe bewahren

Constantini warnte aber vor einem "blinden nach vor rennen". "Wir dürfen Rapid nicht die Chance geben, vor eigenem Publikum zu kontern. Ich erwarte eine hektische Partie in einem vollen Stadion, da müssen wir Ruhe bewahren", meinte Constantini, der sich im Hanappi-Stadion gute Chancen ausrechnet. "Rapid hat einige gute Fußballer, wir haben nur gute."

Regisseur Michael Wagner freut sich auf das Duell mit dem Erzrivalen und ehemaligen Klub. "Das Derby ist immer das Spiel des Jahres. Da hat der Trainer den Vorteil, uns Spieler nicht zusätzlich motivieren zu müssen", meinte der Mittelfeldspieler. (APA)

  • Rapid Wien - Austria Wien
    (Hanappi-Stadion, 18:00/live ORF 1, Plautz). Bisher gespielt: 1:2 (a), 1:1 (h)

    Rapid: Payer - Feldhofer, Knez, Adamski - Markus Hiden, Saler, Herzog, Lagonikais, Jazic - Sobotzik, Wallner Ersatz: Fuka - Schießwald, Zingler, Prisc, Vico, R. Wagner, Ivanschitz Es fehlt: Maier (Aufbautraining)

    Austria: Ziegler - Dospel, Ratajczyk, Martin Hiden - Iwan, M. Wagner, Ledwon, Janocko, Sarac - Mayrleb, Linz Ersatz: Mandl - Troyansky, Kiesenebner, Pavlovic, Datoru, Scharner, Schmid Es fehlen: Darazs, Hasek, Katzler, Rushfeldt (alle verletzt)

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