Frauentag - Trauertag in Kärnten

6. März 2002, 14:53
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Wilma Warmuth: Gabriele Kandut brauche das Wort "Frauenpolitik" nicht mehr in den Mund zu nehmen - reine Parteisoldatin, denn Frauenvertreterin

Klagenfurt - "Die Worte Frauenpolitik und Frauenrechte braucht die für die Frauenpolitik zuständige Referentin der Kärntner Landesregierung Gabriele Schaunig-Kandut nicht mehr in den Mund zu nehmen. Sie hat sich in der Regierung bei der Abstimmung über die Leitung des Kulturreferates eher als stramme Parteisoldatin entpuppt, denn als Vertreterin für die Anliegen von Frauen", kritisierte am Dienstag die Frauensprecherin der FPÖ Kärnten, Wilma Warmuth.

Bestqualifizierte abgelehnt

Ihr ist es unverständlich, wie Erika Napetschnig als Bestqualifizierte in der Objektivierung für die Kulturamtsleitung von SP und VP abgelehnt werden konnte. Napetschnig habe nicht nur alle nötigen Qualifikationen, sondern überdies wäre ihre Berufung auch deshalb notwendig gewesen, weil es in der Landesregierung ohnehin nur eine Minderheit von weiblichen Abteilungsleiterinnen gäbe.

Sie strafe alle Aktionen zum 8. März Lügen

Indem Schaunig bei diesem üblen Spiel zu Lasten einer Frau mitgemacht habe, strafte sie alle ihre Aktionen für Frauen Lügen. Der bevorstehende Frauentag am 8. März sei damit in Kärnten ein Trauertag. Schaunig habe sich selbst als Frauenpolitikerin ad absurdum geführt. Im Zweifelsfall steht bei ihr die Parteipolitik an erster Stelle und dann komme lange nichts, meinte Warmuth. Im Lichte ihrer seltsamen heutigen Entscheidung bekämen alle Aussagen von Schaunig zum Frauentag und ihre Veranstaltungen Kabarettcharakter.

"Viele Worte und nichts dahinter. So muss man das bewerten, was Schaunig bisher von sich gegeben hat", sagte Warmuth. "Denn was sollen Aktionen wie Changing Gender Approach etc., wenn Schaunig dann, wenn es um konkrete Unterstützung für eine Frau geht, total versagt und nur mehr Parteipolitik betreibt", fragte Warmuth abschließend. (red)

Gabriele Schaunig-Kandut
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